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Department of
Biochemical Sciences
Ass. Prof.
Maria Luisa Mangoni
University of Rome
"La Sapienza"
P.le Aldo Moro, 5
00185 Rome
Phone 39-06-49917679
Fax 39-06-49917566
marialuisa.mangoni@uniroma1.it
www.uniroma1.it

Das Hauptforschungsgebiet von Ass. Prof. Maria Luisa Mangoni’s Labor, in der Abteilung Biochemie der La Sapienza Universität in Rom, beinhaltet die strukturelle und funktionelle Charakterisierung von antimikrobiellen Peptiden (AMP) aus Froschhautsekreten und deren synthetische Analoga mithilfe biochemischer, mikrobiologischer und biophysikalischer Ansätze.
Antimikrobielle Untersuchungen an planktonischen und festsitzenden Krankheitserregerformen werden von dieser Arbeitsgruppe durchgeführt, indem entweder Peptide allein oder in Kombination miteinander oder mit konventionellen Antibiotika verwendet werden. Biologische Untersuchungen, mit denen der potentielle zytotoxische Effekt dieser Moleküle auf Säugerzellen getestet wird, werden ebenfalls durchgeführt. Genauer gesagt, wird die Wirkungsweise von AMPs sowohl auf intakte Zellen als auch auf künstliche Systeme (z.B. Liposomen mit verschiedenen Lipidzusammensetzungen) breitgefächert erforscht. Die Hauptaspekte betreffen:
- Die mikrobiellen Abtötungsmechanismen der Peptide unter Umweltbedingungen, jene nachahmend, die in vivo gefunden wurden (z.B. in biologischen Flüssigkeiten).
- Die Membrandepolarisierungs-/Perturbationsaktivität der Peptide durch Verfolgen des intrazellulären Einströmens von fluoreszierenden Sonden (Farbstoffe) oder dem Freisetzen von intrazellulären Enzymen. Fluoreszenzmikroskopie-Techniken, die auf einer 3-fach-Färbemethode basieren, werden ebenfalls eingesetzt.
- Die Fähigkeit der Peptide Phospholipid-Doppelschichten zu durchdringen und dabei das Ausströmen vorverkapselter Marker unterschiedlicher Größe zu überwachen.
Ein anderes wichtiges Forschungsfeld dieser Arbeitsgruppe beinhaltet Studien über die Fähigkeit von Peptiden den toxischen Effekt von Lipopolysacchariden (LPS oder Endotoxin) zu neutralisieren und den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus mithilfe von Methoden aus der Zellbiologie und biophysikalischen Experimenten.
Darüber hinaus wird die Rolle von amphibischen AMPs bei der angeborenen Immunität von Vertebraten evaluiert, wobei Amphibien als Modellsysteme verwendet werden.
Im Großen und Ganzen, beabsichtigt die Forschergruppe, neben der Erweiterung des Wissens über die Funktion von AMPs im Wirtsimmunsystem, stabile alternative anti-infektive Agenzien mit neuen Wirkungsweisen und der Fähigkeit die Induktion mikrobieller Resistenzen zu beschränken, zu entwickeln. Die mikrobiellen Resistenzen stellen derzeit (noch) eine ernsthafte Lebensbedrohung dar.